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2018-11-21
Unisein - Casa Tao
Unisein Casa Tao
 
Sich von der Welt faszinieren zu lassen und versuchen sie zu verstehen. Aus dem Zirkus der Etikettierung heraustreten. Im Casa Tao gibt es keine großen Worte. Hier werden einengende Konstrukte zur Auflösung gebracht. Hier wird Skepsis mit einer offenen Haltung praktiziert.
 
Wir machen auf andere Sichtweisen aufmerksam, die von den schon vorgegebenen Urteilen und Denkweisen befreien. Das ist das, was wir wollen. Uns gegenseitig fragen und lauschen, wer wir sind. Was wir sagen möchten. In dem Moment, in dem wir uns gegenseitig  Fragen stellen, beginnen wir hinzuhören, zu lauschen. So bekommt jedes Gespräch eine Basis und der gemeinsame Dialog kann beginnen.
 
Wir alle sagen genau das, was wir brauchen, um zu verstehen, was wir wissen möchten. Somit schaffen wir uns immer selbst eine  Erklärung, die wir annehmen können und es uns möglich macht, das Verstehen zu verstehen. Nach dem hermeneutischen Prinzip: Der Hörer, nicht der Sprecher, bestimmt die Bedeutung einer Aussage.
 
Wir alle sind Beobachter dieser Welt. Denn alles was gesagt werden kann, wird von einem Beobachter gesagt (Humberto Maturana). Und so tragen wir selbst die Verantwortung für unsere Beobachtungen, unser Sprechen und Handeln. Wir sind untrennbar mit dem Gegenstand unserer Beschreibungen des Beobachteten verbunden. Und so geht es niemals um etwas Statisches, Festes, sondern um höchst dynamisches Eigenverhalten.
 
Wir alle sagen "Ich" und sprechen von uns selbst. Und dieses Selbst erscheint nicht als etwas Festes oder Statisches, sondern wird die ganze Zeit des Lebens immer und immer wieder neu erzeugt. Es ist in Bewegung und ändert sich in jedem Moment. Und aus dem, was wir beobachten, treffen wir eine Entscheidung über die Perspektive, wie wir die Welt sehen.
 
Somit läßt sich das große Rätsel, ob wir nun mit der Welt verbunden sind oder von ihr getrennt, letztendlich nicht lösen. Jeder Mensch kann sich einfach nur für eine dieser beiden Lebenseinstellungen entscheiden und für diese Entscheidung die volle Verantwortung übernehmen, in dem er nach seinem eigenen Gewissen handelt.